UNICEF Kinderrechteschule

Gemeinsamer Weg zur Unicef Kinderrechteschule

Liebe Eltern,

 

unsere Schule macht sich auf den Weg, eine UNICEF-Kinderrechteschule zu werden. Doch was bedeutet das eigentlich für unsere Kinder und für unseren Schulalltag?

Eine Kinderrechteschule zu sein bedeutet vor allem, dass Kinderrechte nicht nur im Unterricht besprochen, sondern im gesamten Schulleben gelernt, respektiert, geschützt und gelebt werden. UNICEF unterstützt Schulen dabei, Kinderrechte dauerhaft in der Schulentwicklung und im täglichen Miteinander zu verankern.

Kinder haben Rechte – und sollen sie kennen

Jedes Kind hat Rechte. Dazu gehören beispielsweise das Recht auf Bildung, das Recht auf Schutz vor Gewalt und Diskriminierung sowie das Recht, gehört zu werden und sich zu beteiligen.

Als Kinderrechteschule möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler darin stärken, ihre eigenen Rechte zu kennen und gleichzeitig die Rechte anderer zu respektieren. Kinder sollen erfahren: Meine Meinung ist wichtig, ich darf mitgestalten und ich trage gleichzeitig Verantwortung für mich und andere.

Mitbestimmung wird ein wichtiger Teil des Schulalltags

Ein zentraler Bestandteil des UNICEF-Programms ist die Beteiligung der Kinder. Kinder sollen Möglichkeiten bekommen, ihre Schule aktiv mitzugestalten und ihre Meinung einzubringen.

Das kann beispielsweise durch einen Klassenrat, ein Schülerparlament oder andere Beteiligungsformen geschehen. Dabei geht es nicht darum, dass Kinder über alles entscheiden. Vielmehr lernen sie, ihre Meinung zu äußern, anderen zuzuhören, gemeinsam Lösungen zu finden und Verantwortung zu übernehmen.

Ein respektvoller und sicherer Ort für alle

Eine Kinderrechteschule beschäftigt sich auch intensiv mit Themen wie Gewaltprävention, Mobbing, Diskriminierung, Vielfalt und Chancengerechtigkeit.

Dazu können beispielsweise geeignete Beschwerdemöglichkeiten und gemeinsame Regeln entwickelt werden. Kinder sollen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Streit, Gewalt oder Mobbing erleben.

Unser Ziel ist eine Schulgemeinschaft, in der sich jedes Kind gesehen, ernst genommen und angenommen fühlt.

Kinderrechte betreffen die ganze Schulgemeinschaft

Der Weg zur Kinderrechteschule ist kein Projekt, das ausschließlich die Kinder betrifft. UNICEF betont, dass sich die gesamte Schulgemeinschaft mit den Kinderrechten auseinandersetzen soll. Dazu gehören Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte ebenso wie Schülerinnen und Schüler und Eltern.

Deshalb ist auch Ihre Unterstützung als Eltern wichtig. Gemeinsam können wir Kindern vorleben, was Kinderrechte bedeuten: einander zuhören, respektvoll miteinander umgehen, Unterschiede akzeptieren, Verantwortung übernehmen und die Meinung anderer ernst nehmen.

Ein längerer gemeinsamer Weg

Die Entwicklung zur UNICEF-Kinderrechteschule ist kein einmaliges Projekt und auch kein zusätzlicher „Unterrichtsbaustein“. UNICEF beschreibt den Prozess als ganzheitliche und nachhaltige Schulentwicklung.

Das Programm umfasst verschiedene Themenbereiche, unter anderem Kinderrechte, Partizipation, Gewaltprävention, mentale Gesundheit sowie Vielfalt und Chancengerechtigkeit. Die Schule wird dabei über einen längeren Zeitraum begleitet und entwickelt gemeinsam mit der Schulgemeinschaft konkrete Ziele und Maßnahmen.

Nach erfolgreicher Teilnahme am Training kann eine Schule das UNICEF-Siegel „Kinderrechteschule – Wir leben Kinderrechte“ erhalten. Anschließend folgt eine weitere Phase, in der die Kinderrechte nachhaltig im Schulalltag verankert und weiterentwickelt werden.

Was wünschen wir uns für unsere Kinder?

Wir möchten, dass unsere Kinder ihre Grundschule als einen Ort erleben, an dem sie sicher sind, dazugehören, ernst genommen werden und mitgestalten können.

Eine UNICEF-Kinderrechteschule bedeutet deshalb nicht, dass Kinder plötzlich „mehr dürfen“. Es bedeutet vielmehr, dass wir als Erwachsene und Kinder gemeinsam lernen, Rechte und Verantwortung miteinander zu verbinden.

Unser Weg zur Kinderrechteschule ist damit ein Weg zu einer noch stärkeren Gemeinschaft – mit mehr Beteiligung, gegenseitigem Respekt und einem klaren Blick darauf, was Kinder brauchen, um sich gut zu entwickeln und zu lernen.

Wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam mit unseren Kindern und Ihnen als Eltern zu gehen.

 

Quelle: UNICEF Deutschland – „Kinderrechteschulen: Schulen leben Kinderrechte“

(KI zusammengefasst)